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Warum NICHTSTUN am besten ist
In einer Welt permanenter Nachrichten, Kursticker und Push-Benachrichtigungen wirkt Nichtstun zunächst wie Fahrlässigkeit. Für ein entspanntes und erfolgreiches Aktieninvestment ist jedoch genau das die beste Strategie.
Wer investiert, kauft Anteile an Unternehmen – und damit an realer Wertschöpfung. Diese entfaltet sich nicht im Minutentakt, sondern über Jahre.
Ein zentraler Grund für die Überlegenheit des Nichtstuns ist der Zinseszinseffekt. Gewinne, Dividenden und Kurssteigerungen bauen langfristig aufeinander auf. Häufiges Kaufen und Verkaufen unterbricht diesen Prozess, verursacht Kosten und schmälert die Rendite.
Nichtstun bedeutet allerdings nicht Gleichgültigkeit. Es setzt eine durchdachte Strategie, breite Diversifikation und einen langen Anlagehorizont voraus. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wird Geduld zur Stärke.
Dies lässt sich gut anhand der Kursentwicklung über längere Zeitintervalle veranschaulichen. Betrachtet man statt täglicher Renditen wöchentliche Renditen, werden extreme Ausschläge deutlich glatter. Geht man dann zu monatlichen Renditen über, erscheinen einige große Rückschläge (z. B. drittes Quartal 2023, April 2025) plötzlich wie kleine Ausrutscher in einem ansonsten kontinuierlichen Anstieg.
Fazit: Dass wir uns über das, was in der Welt passiert, informieren möchten, liegt in unserer Natur. Betrachtet man die eigene Geldanlage als langfristiges Projekt, schützt das vor der Versuchung auf Ereignisse zu reagieren.